Mit dem Zug sind mein Kollege Benjamin Kraus aus Osnabrück und ich heute gen St. Petersburg aufgebrochen, wo wir morgen das Achtelfinale Schweden – Schweiz begutachten werden. Der ursprüngliche Plan, um 6.10 Uhr mit dem Flieger gen Norden zu fliegen, ging nur bis zum Check in auf. Dort stellten wir mit Schrecken fest, dass wir uns umsonst um 4 Uhr aus dem Bett gepellt haben, da wir den Flug, wie immer zwischen Tür und Angel, doch erst für Dienstag gebucht hatten. Im Kopf war aber die ganze Zeit der Montag verankert. Oh man…Was tun? Da der Flug äußerst günstig war und wir unbedingt schon einen Tag vor dem Spiel zu den Kumpels von Benni fahren wollten, entschieden wir uns kurzfristig, auf den Zug umzusteigen. Wie es dort zuging, seht ihr im heutigen Video!

Ein paar Worte noch zum Zug: Die Bahn von Moskau nach St. Petersburg war superschnell, legte mehr als 700 Kilometer in exakt vier Stunden zurück und richtig komfortabel. Die Waggons sind ähnlich wie die eines ICE angelegt. Da wir auf den letzten Drücker die Tickets gekauft haben, mussten wir etwa 120 Euro für das Vergnügen hinlegen. Doch im Abteil die Überraschung: Freiverzehr im Wert von 2000 Rubel, also knapp 30 Euro. Im Nachhinein haben wir allerdings festgestellt, dass wir Plätze im sogenannten Bistro-Abteil erhalten haben. Das Essen war super und kein 0815-Zeug. Richtig kurios: Kurz vor der Ankunft in St. Petersburg wurden wir regelrecht dazu genötigt, noch Süßkram und Getränke zu kaufen, um den 2000 Rubel nahe zu kommen. Scheiß egal, ob man Hunger hat oder nicht. Die Bedienung Nina wurde fast schon sauer, als wir erst nicht schalteten, was sie von uns wollte.

Neben den normalen Zügen gibt es auch noch FIFA-Fanzüge, die umsonst sind (siehe Anzeige). Die waren aber natürlich zum Zeitpunkt unserer Ticketorder schon restlos ausgebucht. In St. Petersburg dann der Schock: 14 Grad und Regen, mal locker 15 Grad Unterschied zu gestern in Moskau. Die Jacken müssen erstmals auf der Reise herhalten im Hamburg Russlands. Dann ging es dankenswerterweise zu drei Kumpels von Benjamin, die sich eine Airbnb-Bude in St. Petersburg genommen haben während der WM. Doch dazu morgen mehr…