Der Startschuss für die Viertelfinalspiele bei dieser WM war für uns der Beginn eines Roadtrips, der am Ende doch nicht so lange war wie gedacht. Die 460 Kilometer nach Nizhny Nowgorod in unserem für fünf Leute doch relativ engen Hyundai waren nicht der Hit. Autobahnen kennt der Russe nicht, umso gewiefter bis verrückter als in Deutschland werden dafür Überholmanöver angesetzt. Staus, Ampeln, bizarre U-Turns und eine triste Umgebung runden das Bild des zähen Überlandsfahrens in Russland ab. Immerhin: Wir wurden in einem schönen Stadion mit einem attraktiven Spiel zwischen Uruguay und Frankreich belohnt.

Nach dem Spiel beziehungsweise nach der Arbeit haben wir dann diskutiert, ob es wirklich Sinn ergibt, weitere 900 Kilometer nach Samara, wo das dritte Viertelfinale zwischen Schweden und England steigt, auf uns zu nehmen. Statt einer Nachtfahrt und der Ungewissheit, ob wir es generell pünktlich zum Spiel schaffen würden, entschieden wir uns aufgrund der Müdigkeit zähneknirschend dazu, direkt nach dem Spiel wieder nach Moskau zurückzukehren. Immerhin hatten wir so freie Bahn und waren nach fünf Stunden, hinzugs waren es deren acht gewesen, um kurz vor 5 Uhr morgens wieder zurück. Deshalb rate ich Euch, beim Transfer zwischen zwei russischen Großstädten eher auf Flieger oder Bahn zurückzugreifen. Hier noch ein paar Eindrücke vom Tag: