Tag 28 Treffen mit Anastasia Bedareva

Tag 28 Treffen mit Anastasia Bedareva

Heute hatte ich mal Gelegenheit, mit einer Russin über die Weltmeisterschaft, ihre Begleiterscheinungen, Präsident Wladimir Putin und über die Zukunft des Landes zu reden. Anastasia Bedareva ist 23, stammt aus Sibirien und verdient ihre Brötchen mittlerweile in Moskau als Sängerin in der Manhattan-Band (mehr dazu HIER) und: Sie kann sehr passabel Englisch sprechen. Zwischen ihren Auftritten, derzeit ist sie vor allem bei Hochzeiten und anderen privaten Feiern sowie in Bars in Russland zu hören, hat sich Anastasia dankenswerterweise Zeit für ein Interview genommen. Doch seht selbst:

Hier noch ein paar Eindrücke von der Christ-Erlöser-Kathedrale sowie dem Gorky Park in Moskau…

Tag 27 Runterkommen

Tag 27 Runterkommen

Heute war nicht viel los in Russland: Es hieß, sich von den Eindrücken von gestern zu erholen. Die Russen haben ihre Spieler auf dem Fanfest in Moskau noch einmal gebührend gefeiert. Das Volk ist während und nach dem Spiel klasse mit seiner Mannschaft umgegangen. Die Vorfreude auf die Halbfinalspiele ist trotzdem ungebrochen: Frankreich – Belgien am Dienstag wird ein echter Schlager. Egal, wer dieses Spiel gewinnt, er ist der Favorit fürs Endspiel. Bei England – Kroatien bin etwas mehr den “Three Lions” zugeneigt, letztlich ist aber auch da Wurscht, wer ins Finale einzieht: Er wird der Underdog sein, mit dem niemand gerechnet hatte.

Tag 26 Stolz schlägt Trauer

Tag 26 Stolz schlägt Trauer

Am Ende war es wieder ein großes Drama, diesmal allerdings ohne Happy End: Der WM-Gastgeber Russland hat sich mit Größe aus dem Turnier verabschiedet. Auch wenn die Niederlage gegen Kroatien vom Elfmeterpunkt letztlich bitter war, sind Rebic, Modric und Co. nicht unverdient ins Halbfinale gegen England eingezogen. Die Bars in Moskau platzten während des Spiels aus allen Nähten, ich habe mir die Partie im Liga Pap im Zentrum angesehen. Auch wenn die Kroaten immer stärker schienen: Jede gute Aktion ihrer Sbornaja wurde von den russischen Fans frenetisch gefeiert, beim 2:2 in der Verlängerung explodierte die Stadt förmlich. Am Ende reichte es trotzdem nicht, was die Russen allerdings mit Größe und Stolz hinnahmen. Schon wenige Sekunden nach Abpfiff schallten wieder die “Rossija”-Rufe durch die Stadt, ein Autokorso nach dem anderen nahm Fahrt auf. Und um 2 Uhr nachts war die Nikolskaya eine einzige Partymeile. Die Fans des Gastgebers waren mit geringen Erwartungen ins Turnier gegangen und wurden letztlich mehr als positiv überrascht. So übertünchte der Stolz aufgrund der gezeigten Leistung ganz klar die Enttäuschung über das Aus.

Tag 25 Ein zäher Roadtrip

Tag 25 Ein zäher Roadtrip

Der Startschuss für die Viertelfinalspiele bei dieser WM war für uns der Beginn eines Roadtrips, der am Ende doch nicht so lange war wie gedacht. Die 460 Kilometer nach Nizhny Nowgorod in unserem für fünf Leute doch relativ engen Hyundai waren nicht der Hit. Autobahnen kennt der Russe nicht, umso gewiefter bis verrückter als in Deutschland werden dafür Überholmanöver angesetzt. Staus, Ampeln, bizarre U-Turns und eine triste Umgebung runden das Bild des zähen Überlandsfahrens in Russland ab. Immerhin: Wir wurden in einem schönen Stadion mit einem attraktiven Spiel zwischen Uruguay und Frankreich belohnt.

Nach dem Spiel beziehungsweise nach der Arbeit haben wir dann diskutiert, ob es wirklich Sinn ergibt, weitere 900 Kilometer nach Samara, wo das dritte Viertelfinale zwischen Schweden und England steigt, auf uns zu nehmen. Statt einer Nachtfahrt und der Ungewissheit, ob wir es generell pünktlich zum Spiel schaffen würden, entschieden wir uns aufgrund der Müdigkeit zähneknirschend dazu, direkt nach dem Spiel wieder nach Moskau zurückzukehren. Immerhin hatten wir so freie Bahn und waren nach fünf Stunden, hinzugs waren es deren acht gewesen, um kurz vor 5 Uhr morgens wieder zurück. Deshalb rate ich Euch, beim Transfer zwischen zwei russischen Großstädten eher auf Flieger oder Bahn zurückzugreifen. Hier noch ein paar Eindrücke vom Tag:

Tag 24 Russische Kulinarik

Tag 24 Russische Kulinarik

Ein kurzer Tag zum Durchschnaufen in Moskau, bevor es zu den Viertelfinals nach Nishny Nowgorod und Samara weitergeht: Ich habe in der Nähe des Roten Platzes, genauer gesagt im Varenichnaya (übersetzt Jam) in der Nikolskaya Straße Kraft für die nächsten Tage getankt und bin mal in die russische Küche eingataucht. Dazu habe ich ein Telefoninterview mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen von der Agentur Bensing und Reith geführt. Dazu gibt es noch einige Eindrücke aus dem wettertechnisch wechselhaften Moskau, unter anderem aus dem GUM-Einkaufszentrum.

Tag 23 Die Osnabrück-Kombo

Tag 23 Die Osnabrück-Kombo

In dieser Woche geht es Schlag auf Schlag; Nach zwei Tagen St. Petersburg, in denen ich zwar das eher träge Spiel Schweden – Schweiz, aber leider nicht so viel von der Stadt gesehen habe, geht es nun schon wieder nach Moskau zurück, um Freitag und Samstag noch in Nizhny Nowgorod und Samara vorbeizuschauen. Heute hieß es vor allem Warten, da wir erst um 19 Uhr abends auf einen Zug nach Moskau gekommen waren. Wir, das sind meine Wenigkeit, mein Kollege Benjamin Kraus aus Osnabrück und dessen Kumpels, die ich euch im Video mal näher vorstellen möchte. Ganz seriös, versteht sich.

Wie gesagt, ich habe es leider persönlich nicht geschafft, mir das Spektakel der Öffnung der Palastbrücke anzuschauen. Das Event passt auch deshalb toll in den Rahmen, weil um 1.20 Uhr schon wieder die Sonne in St. Petersburg aufgeht, nachdem sie sich dieser Tage gerade mal zwei Stunden Zeit zum Erholen nimmt. Dazu sind, ähnlich wie in Moskau, die majestätisch wirkenden Gebäude drumherum allesamt ganz stark beleuchtet. Tolle Bilder, die ihr Matthias Riepe und Sebastian Stüber zu verdanken habt,